<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<!-- generator="weebly" -->
<rss version="2.0" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" >

<channel><title><![CDATA[&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; G&uuml;nther Mohr&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Coaching - Training - Consulting - Blog]]></title><link><![CDATA[http://mohr-coaching.weebly.com/blog.html]]></link><description><![CDATA[Blog]]></description><pubDate>Sat, 12 May 2012 00:42:20 -0800</pubDate><generator>Weebly</generator><item><title><![CDATA[Beratungsperspektiven: Management und Begleitung bei Restrukturierung und Outsourcing]]></title><link><![CDATA[http://mohr-coaching.weebly.com/1/post/2012/02/beratungsperspektiven-management-und-begleitung-bei-restrukturierung-und-outsourcing.html]]></link><comments><![CDATA[http://mohr-coaching.weebly.com/1/post/2012/02/beratungsperspektiven-management-und-begleitung-bei-restrukturierung-und-outsourcing.html#comments]]></comments><pubDate>Tue, 14 Feb 2012 07:45:41 -0800</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">http://mohr-coaching.weebly.com/1/post/2012/02/beratungsperspektiven-management-und-begleitung-bei-restrukturierung-und-outsourcing.html</guid><description><![CDATA[Ein Unternehmen f&auml;llt eine so genannte Sourcingentscheidung. Fr&uuml;her h&auml;tte man es Outsourcing genannt. Aber Sourcing h&ouml;rt sich neutraler an. Ein sehr weitgehendes Beispiel dieser Art zeigt 2012 die Firma IBM, die sich von vielen Mitarbeitern trennen und stattdessen je nach Bedarf auf ein weltweites Netzwerk von freien Mitarbeitern z [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div  class="paragraph editable-text"><span style='line-height: 150%; font-family: "Verdana","sans-serif"; font-size: 12pt;'><font color="#000000">Ein Unternehmen f&auml;llt eine so genannte Sourcingentscheidung. Fr&uuml;her h&auml;tte man es Outsourcing genannt. Aber Sourcing h&ouml;rt sich neutraler an. Ein sehr weitgehendes Beispiel dieser Art zeigt 2012 die Firma IBM, die sich von vielen Mitarbeitern trennen und stattdessen je nach Bedarf auf ein weltweites Netzwerk von freien Mitarbeitern zur&uuml;ckgreifen will. Ein anderes ist die amerikanische Autofirma General Motors. Sie hat nach ihrer Krise 2009/2010 die L&ouml;hne f&uuml;r viele ihrer Arbeiter nahezu halbiert, nachdem sie sie nach zeitweiliger Betriebsschlie&szlig;ung in neuer Organisationsform wieder eingestellt hatte. 2012 kann General Motors wieder sehr viele Neueinstellungen und einen hohen Gewinn ausweisen. Hier liegt jeweils der Versuch vor, die zu erwartenden Personalkosten zu senken, weil die Arbeitnehmer in ein niedrigeres Tarif- oder Bezahlungssystem genommen werden k&ouml;nnen. Zus&auml;tzlich versucht ein Management mit Outsourcing, die Komplexit&auml;t seines Bet&auml;tigungsbereiches ein St&uuml;ck zu reduzieren, in dem man die Managemententscheidungen nach au&szlig;en gibt und ab jetzt mit einem externen Lieferanten verhandelt. Mittels so genannter Service-level-agreements erstrebt man dann, die Qualit&auml;t zu sichern und die dann Lieferanten Genannten in die Pflicht zu nehmen. Dieser Aspekt soll oft auch durch die angenommene Spezialisierung des Lieferanten, die ebenso Know-How- und Kostenvorteile f&uuml;r die Aufgabe bringen soll, unterst&uuml;tzt werden. Dies ist oft von einer so genannten Mandantenf&auml;higkeit des neuen Lieferanten begleitet. Dies bedeutet, dass er auch f&uuml;r andere Firmen seine Dienstleistung liefern kann und dadurch Spezialisierungs- und Gr&ouml;&szlig;envorteile nutzen kann. Ob die erwarteten Kostenvorteile tats&auml;chlich entstehen, ist erfahrungsgem&auml;&szlig; fraglich. Also welche Gr&uuml;nde stehen wirklich dahinter?</font></span><br /><span></span><br /><span></span><span style='line-height: 150%; font-family: "Verdana","sans-serif"; font-size: 12pt;'><font color="#000000">Zun&auml;chst w&auml;re die <strong style="mso-bidi-font-weight: normal;">betriebswirtschaftliche Ebene</strong> zu beachten: Die Kostenersparnisse sind oft tats&auml;chlich irgendwann zeitweise nachzuweisen. Dazu werden die f&uuml;r die Leistung zu bezahlenden Kosten in der Regel so gefasst, dass sie einen Erfolg ausweisen. Dabei sind steuerliche Aspekte trotz der dann anfallenden Mehrwertsteuer<span style="mso-spacerun: yes;">&nbsp; </span>outsourcingf&ouml;rdernd.<span style="mso-spacerun: yes;">&nbsp; </span>Allerdings werden zun&auml;chst hohe Kosten, die so genannten &Uuml;bergangskosten (transition costs) verursacht. Die betriebswirtschaftliche Ebene der Kosten &uuml;berzeugt nur auf den ersten Blick. Dass auch die im Unternehmen verbleibenden Steuerungskosten der Lieferanten, Qualit&auml;tseinbu&szlig;en und st&auml;ndige Reibungsverluste oft nicht gering sind, hat schon manche Firma dazu bewogen, nach einiger Zeit zwar nicht offiziell den Schritt r&uuml;ckg&auml;ngig zu machen, aber unter neuer &Uuml;berschrift wieder ein Insourcing zu gestalten. </font></span><br /><span></span><br /><span></span><span style='line-height: 150%; font-family: "Verdana","sans-serif"; font-size: 12pt;'><font color="#000000">Die Ebene der Erwartungen an ein <strong style="mso-bidi-font-weight: normal;">Management</strong>: Nicht selten werden Sourcingentscheidungen von neuen F&uuml;hrungskr&auml;ften gef&auml;llt, die damit ihre Managementqualifikation nachweisen k&ouml;nnen. Ein Management muss mit Vorzeigbarem handeln. Wie bei einer Reihe verlorener Spiele das Management eines Fu&szlig;ballvereins den Fu&szlig;balltrainer wechselt, was nachgewiesenerma&szlig;en etwa in 50 % der H&auml;lfte n&uuml;tzt, wird auch im Unternehmen vorzeigbar gehandelt, oft sogar ohne Not. Ich h&ouml;rte einen Vorstand&nbsp;zu seinen Mitarbeitern sagen: &bdquo;Sie werden doch verstehen, dass wir als Management von Zeit zu Zeit unsere Bereiche &uuml;berpr&uuml;fen m&uuml;ssen. Und jetzt sind Sie mal dran. Dazu haben wir eine objektive, von au&szlig;en kommende Unternehmensberatung verpflichtet, die darauf schaut, wie ein zukunftsgerichteter Bereich aufgestellt sein kann.&ldquo;<span style="mso-spacerun: yes;">&nbsp; </span>Gerade in Zeiten der Professionalisierung des Managerberufes werden von den Managern vermeintlich bestimmte Insignien ihres Tuns erwartet. Allerdings sind in diesem Vorgehen und auch in der beispielhaften &ndash; vielleicht zun&auml;chst plausiblen - Aussage einige fundamentale Abwertungen enthalten. Es bedeutet n&auml;mlich, dass die Bereiche bisher nicht gen&uuml;gende interne Ressourcen und Verbesserungen erarbeiten konnten, was man durchaus als Managementfehler sehen kann. In der Praxis dieses Falles waren die Leute aber bis zum Zeitpunkt der Verk&uuml;ndigung des Restrukturierungsprojektes sehr engagiert und immer f&uuml;hrend in ihrer Expertise gewesen. Prompt f&uuml;hrte das Projekt auch dazu, dass insbesondere vom betroffenen Mittelmanagement keine konstruktive, sondern nur eine angepasste Unterst&uuml;tzung des Projektes erfolgte. Auch den Menschen in den Managementpositionen war ein vernichtendes Urteil ihrer T&auml;tigkeit ausgestellt worden. &bdquo;Wir k&ouml;nnen ja auch nichts machen&ldquo;, war entsprechend die Reaktion den Mitarbeitern gegen&uuml;ber, &bdquo;Das liegt alles schon fest.&ldquo; Damit hatte das Management seinen eigentlichen Sinn verloren. Die Mitarbeiter f&uuml;hlten sich noch mehr im Stich gelassen, nachdem ihre Arbeit durch den Vorstand schon verunglimpft worden war. Im Grund gab es kaum Betroffene, die das Neue enthusiastisch aufzubauen bereit waren. Es sollte eine pflegeleichte Umstrukturierung werden, entpuppte sich allerdings als ein Schrecken ohne Ende. Eineinhalb Jahre nach dem Projektbeginn wurde ein neues Projekt zur Optimierung des Bereiches gestartet. Eine Restrukturierungsentscheidung aus &bdquo;Jux und Tollerei&ldquo; von Seiten eines empathielosen Managements ist also nicht zu empfehlen.<span style="mso-spacerun: yes;">&nbsp; </span></font></span><br /><span></span><br /><span></span><span style='line-height: 150%; font-family: "Verdana","sans-serif"; font-size: 12pt;'><font color="#000000">Die<strong style="mso-bidi-font-weight: normal;"> pers&ouml;nliche Ebene</strong>: Die pers&ouml;nliche Ebene ist eng verwandt mit der vorhergehenden, der Rollenebene des Managers. Welche pers&ouml;nlichen Attribute f&uuml;hren zu Entscheidungen, die ganze Bereiche und Unternehmen umkrempeln? Gerade neue Manager wollen sich als &bdquo;neuer Besen, der gut kehrt&ldquo; beweisen. Oft werde sie von den Alteingesessenen auch gerade wegen einer solchen Aufgabe verpflichtet. Wenn Sie es nicht schaffen, kann man sich wieder von ihnen trennen. Insofern spielen bestimmte pers&ouml;nliche Muster der Manager, etwa sich zu beweisen oder zu &bdquo;zeigen, was man f&uuml;r ein Kerl ist&ldquo;, hier mit hinein. Pers&ouml;nliche Gr&uuml;nde f&uuml;r eine Restrukturierung sind in der heutigen Zeit nicht zu rechtfertigen.</font></span><br /><span></span><br /><span></span><span style='line-height: 150%; font-family: "Verdana","sans-serif"; font-size: 12pt;'><font color="#000000">Die <strong style="mso-bidi-font-weight: normal;">technische Ebene</strong>: Die einzig nachvollziehbaren Gr&uuml;nde f&uuml;r eine Restrukturierung sind technische Gr&uuml;nde. Ein neues technische Produktionsverfahren oder eine neue IT-Landschadt sind entwickelt worden, die zu ma&szlig;geblichen Ver&auml;nderungen Anlass geben. Dies hat &ndash; wie etwa die Auslagerung vieler bisher interner Vorg&auml;nge etwa des Einkaufs auf den Kunden &ndash; nat&uuml;rlich auch gravierende Auswirkungen auf die Arbeitspl&auml;tze. Leistet der Kunde gro&szlig;e Teile des Bestellvorganges und ber&auml;t sich selbst anhand von bereitgestellten Tools gehen hier personale Dienstleistungen verloren.<span style="mso-spacerun: yes;">&nbsp; </span></font></span><br /><span></span><br /><span></span><span style='line-height: 150%; font-family: "Verdana","sans-serif"; font-size: 12pt;'><font color="#000000">Allerdings gibt es dennoch viel mehr Restrukturierungen als es technische Gr&uuml;nde gibt. Und nicht alle Manager und Personen, die Ver&auml;nderungen anzetteln, sind alleine so m&auml;chtig. Was steckt also noch dahinter? Nun verlassen wir die Perspektiven, die sich auf den engeren Kreis des Unternehmens beziehen und gehen zum Background, auf dem das Unternehmen steht.<span style="mso-spacerun: yes;">&nbsp; </span></font></span><br /><span></span><br /><span></span><span style='line-height: 150%; font-family: "Verdana","sans-serif"; font-size: 12pt;'><font color="#000000">Die <strong style="mso-bidi-font-weight: normal;">volkswirtschaftliche Ebene</strong>: Durch die Globalisierung ist eine Konkurrenz zwischen den einzelnen Volkswirtschaften der Welt und den Unternehmen entstanden, die keine Grenzen mehr kennt. Restrukturierungen mit der typischen Folge der Lohnsenkung k&ouml;nnte man als Teil der gro&szlig;en, gigantischen weltweiten Lohnanpassung betrachten, die die L&ouml;hne zwischen den so genannten Schwellenl&auml;ndern und den hochentwickelten Industriel&auml;ndern mittelfristig anpasst. Denn es gibt keine &ouml;konomischen Gr&uuml;nde, die f&uuml;r nahezu gleiche Produktionen eine Lohndifferenz rechtfertigen w&uuml;rde. Folgerichtig werden sich die L&ouml;hne angleichen. Dies bedeutet f&uuml;r Chinesen, Inder und Brasilianer, dass deren L&ouml;hne tendenziell steigen werden. F&uuml;r Westeurop&auml;er und Nordamerikaner werden sie sinken. Dies wird durch viele kleine Schritte in den Industriel&auml;ndern bewirkt.<span style="mso-spacerun: yes;">&nbsp; </span></font></span><br /><span></span><br /><span></span><span style='line-height: 150%; font-family: "Verdana","sans-serif"; font-size: 12pt;'><font color="#000000">Die <strong style="mso-bidi-font-weight: normal;">soziologische Ebene</strong>: Man muss im Ganzen nat&uuml;rlich zwischen Ursache und Wirkungen unterscheiden. Aber oft zeigt sich in der Wirkung eine verborgene Ursache. Die Spreizung der Gesellschaft nimmt durch die Aush&ouml;hlung des Mittelstandes zu. Dazu tragen Lohnsenkungen oder ein quasi Einfrieren der Lohnsteigerungen wie in Deutschland seit 1995 bei. In den USA ist der Mittelstand in den letzten sechs Jahren von 50 Prozent auf 42 Prozent zur&uuml;ckgegangen. Dies ist in Marktwirtschaften ein immer wieder vorzufindendes Ph&auml;nomen, dem die Wirtschaftspolitik mittels Verteilungsinterventionen nat&uuml;rlich korrektiv entgegenwirken kann. Aber zun&auml;chst ist der Prozess erfahrungsgem&auml;&szlig; eine Spreizung: die Reichen werden reicher, die Armen werden zahlreicher und relativ &auml;rmer. F&uuml;r bestimmte konservative Kreise best&auml;tigt dies ihr Welt- und Menschenbild von mehr und minderbegabten Menschen. Allerdings kann man in dieser Wirkung kaum eine Ursache sehen, da die wirtschaftlichen Eliten in der Regel mehr davon haben, wenn sie keiner verelendeten Masse ohne Kaufkraft gegen&uuml;berstehen. Allerdings ist der Aspekt der Spreizung der Gesellschaft ein wirtschafts- und gesellschaftspolitisch hoch brisantes Thema.<span style="mso-spacerun: yes;">&nbsp;&nbsp;&nbsp; </span></font></span><br /><span></span><br /><span></span><span style='line-height: 150%; font-family: "Verdana","sans-serif"; font-size: 12pt;'><font color="#000000">Die <strong style="mso-bidi-font-weight: normal;">Systembeziehung "Organisation - Mitarbeiter"</strong>: Wie reagieren eigentlich Mitarbeiter auf die gro&szlig;en "Umkrempelungsaktionen" in Organisationen (Unternehmen, Institutionen, ...)? Sie sind zun&auml;chst privat-emotional betroffen, denn Sicherheit und Struktur werden in Frage gestellt. H&auml;ufig sind ihre Lebensplanungen mehr &bdquo;auf Kante gen&auml;ht&ldquo; als die der Betuchten, was bedeutet, dass sie ihre privaten &ouml;konomischen Entscheidungen so getroffen haben, dass sie auf das bisherige Einkommen angewiesen sind. Das hei&szlig;t, sie werden ihr privates &ouml;konomisches Verhalten &auml;ndern m&uuml;ssen. Au&szlig;erdem: Nach einer gravierenden Umstrukturierung ist ein Unternehmen als Gemeinschaft nicht mehr das, was es vorher war. Es ver&auml;ndert als wahrgenommene Beziehungspartner die Qualit&auml;t, wird weniger verl&auml;sslich. Die, die bleiben, werden unter dem Survivor-Syndrom leiden. Diesmal haben wir &bdquo;&uuml;berlebt&ldquo;, aber beim n&auml;chste Mal sind wir dran. Unternehmen sind immer mehr zu Lebensabschnittsgef&auml;hrten geworden. <br /><span></span><br /><span></span>Es ist also einiges zu beachten. Und Gedankenlosigkeit &uuml;ber die verschiedenen Ebenen&nbsp;ist kein guter Ratgeber. Aber da ist noch mehr. </font></span><br /><span></span><br /><span></span><span style='line-height: 150%; font-family: "Verdana","sans-serif"; font-size: 12pt;'><font color="#000000">Die <strong style="mso-bidi-font-weight: normal;">&uuml;berpersonale Ebene:</strong> Es gibt keine Sicherheit im Leben. Letztlich sind die Einzelentscheidungen von Managements einer langfristig logischen Betrachtung entzogen. Wirtschaftliche Prozesse - und insbesondere Umstrukturierungen, wie sie heute &uuml;blich sind - haben&nbsp;etwas mit Zerst&ouml;rung zu tun, Zerst&ouml;rung von Materiellem, von Hoffnungen, von Chancen, von T&auml;uschungen und Illusionen. Meist kommt einiges davon sogar zusammen. Zerst&ouml;rung ist ein harter Terminus, weil sie das Gegenteil des flie&szlig;enden &Uuml;bergangs darstellt. Daher ist dies sehr umstritten. Spirituell w&uuml;rde man es eher Verg&auml;nglichkeit nennen. Dies ist vornehmer, &auml;ndert aber nichts. Manche bekannten &Ouml;konomen wie der Konservative Schumpeter oder der Linke Marx haben auf die Notwendigkeit der Zerst&ouml;rung, um sich f&uuml;r neuen Stufen bereitzumachen, hingewiesen. Aber ob radikale Zerst&ouml;rungen, etwa&nbsp;die Zerst&ouml;rung der deutschen Industrie im 2. Weltkrieg nicht gerade als Zwang zum Neuaufbau die Wurzel des deutschen Wirtschaftswunders war, kann man nur schwer entscheiden. Es liegt allerdings verglichen beispielsweise mit Gro&szlig;britannien nahe. Man h&auml;tte in Deutschland doch auch in Depression verfallen k&ouml;nnen. Aber vielleicht war gerade die Verbindung von Konstanz, einer gut ausgebildeten und motivierten Arbeitnehmerschaft mit dem aus der Zerst&ouml;rung notwendigen Neuen das Geheimnis, also doch Kontinuit&auml;t und total Neues. Der Push und die Anreize der Amerikaner haben dies unterst&uuml;tzt. Ein zweites Beispiel: Ob die Zerst&ouml;rung der Wirtschaft der ehemaligen DDR wirklich so n&ouml;tig war, wie sie geschah, um daraus &bdquo;bl&uuml;hende Landschaften&ldquo; (der damalige Bundeskanzler Kohl) zu entwickeln, bleibt selbst &uuml;ber 20 Jahre sp&auml;ter sehr fraglich. Gerade hier war die Erwartung nicht so, dass man aus sich selbst heraus wieder etwas Neues entwickeln muss, sondern dass es von au&szlig;en, aus der Vereinigung mit dem Paradies nun kommt. Aber irgendwie geht es immer weiter. Das Pleiteland Argentinien hat sich nach 10 Jahren vorbildlich erholt. Die amerikanische Autoindustrie, die noch vor 2010 nach Meinung vieler Experten dicht machen sollte, hat sich 2012 unter gro&szlig;en Kosten (siehe obiges Beispiel des Lohnverzichts) erholt. Menschen kommen einzeln oder auch in ihren Gruppen immer wieder in Krisen, die sie sich zum gro&szlig;en Teil selbst bereiten, ohne dass sie es beabsichtigen. Wenn es keine m&ouml;rderischen Kriegskrisen sind, ist der Blutzoll Gott sei Dank gering, obwohl manche Menschen auch an den Entwicklungen verzweifeln. Die meisten Menschen lernen dann auch irgendwie mit den Emotionen umzugehen, die wirtschaftliche Krisen mit sich bringen. Eine Welt zu schaffen, die von jeder Krise verschont bleibt, erscheint illusion&auml;r. Solange der Staat, wie es zumindest in den reichen L&auml;ndern der Fall ist, in der Lage ist, die Folgen f&uuml;r die Betroffenen abzufedern, geht es um marginale Verluste, aber nicht um existentielle. Dies bleibt zu ber&uuml;cksichtigen. Denn oft werden sowohl die Notwendigkeit eines wirtschaftlichen Einschnitts wie auch dessen Folgen &uuml;berdramatisiert. Dennoch sind bei Entscheidungen &uuml;ber die Arbeitspl&auml;tze von Menschen ein sorgf&auml;ltiges Abw&auml;gen und keine reflexartige Managementlogik, erst recht nicht von Managern, die wenig Lebenserfahrung haben, geraten.<span style="mso-spacerun: yes;">&nbsp; </span></font></span><br /><span></span><br /><span></span><span style='line-height: 150%; font-family: "Verdana","sans-serif"; font-size: 12pt;'><font color="#000000">Das <strong style="mso-bidi-font-weight: normal;">Beratersystem</strong>: Beratersysteme kommen in der Regel von der Unternehmensleitung gerufen in die Organisationen. Sie haben einen Auftrag und leider weit seltener eigenes professionelles Standing. Sie folgen einer Entscheidung und unter der Haupt&uuml;berschrift Beratung versteckt sich oft nur eine Umsetzungsbegleitung, die die getroffenen Entscheidungen &bdquo;weichsp&uuml;len&ldquo; und dem Management Schwierigkeiten in der direkten Konfrontation mit den Mitarbeitern abnehmen soll. Daf&uuml;r sind die geschulten Menschenarbeiter &bdquo;doch geeigneter und besser&ldquo;. Die erz&auml;hlen dann auch etwas von &bdquo;Krise als Chance&ldquo; und dass Ver&auml;nderungsf&auml;higkeit so eine wichtige Kompetenz sei. Insofern kanalisieren die Unternehmensberater zumindest oft das Bad-Guy Image auf sich, obwohl sie damit nur teuer bezahlte Blitzableiter sind. Beratersysteme bringen aber noch eine zus&auml;tzliche Logik hinein. Sie m&uuml;ssen sich durch ihre Vorschl&auml;ge oder Auswirkungen mindestens refinanzieren. Dies bedeutet, dass die mehrere hunderttausend Euro, die eine popul&auml;re Beratungsfirma mindestens kostet, durch Arbeitsplatzabbau und Senkung der Personalkosten bezahlt werden muss. Jede hunderttausend Euro kosten dabei mindestens zwei Arbeitspl&auml;tze im beratenen Betrieb, so eine Faustregel.<span style="mso-spacerun: yes;">&nbsp;&nbsp; </span></font></span><br /><span></span><br /><span></span><span style='line-height: 150%; font-family: "Verdana","sans-serif"; font-size: 12pt;'><font color="#000000">Gute Berater hingegen, pr&uuml;fen sehr gut, welche Prozesse sie wirklich mittragen wollen und wie das Menschliche wirklich Platz findet. Geht es nur um Macht und darum, dass die Legitimations-, Belohnungs- und Bestrafungsmacht, die ein Management hat, nur mittels Kommunikationsmacht<span style="mso-spacerun: yes;">&nbsp; </span>erg&auml;nzt wird, ist das f&uuml;r wirkliche Beratung zu wenig. Beratung f&auml;ngt immer vor der Entscheidung an, sonst hat sie den Namen nicht verdient. Und wenn dann nicht alle Optionen, auch das innere Wachstum des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses als Option einbezogen wird, sollte man es auch nicht Beratung nennen. </font></span><br /><span></span><br /><span></span><br /><span></span><br />&nbsp;&nbsp;<br /> <br /><span></span><br /><span></span></div>  ]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Ein Beispiel für eine gelungene Präsentation ]]></title><link><![CDATA[http://mohr-coaching.weebly.com/1/post/2012/01/ein-beispiel-fr-eine-gelungene-prsentation.html]]></link><comments><![CDATA[http://mohr-coaching.weebly.com/1/post/2012/01/ein-beispiel-fr-eine-gelungene-prsentation.html#comments]]></comments><pubDate>Sun, 29 Jan 2012 01:38:40 -0800</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">http://mohr-coaching.weebly.com/1/post/2012/01/ein-beispiel-fr-eine-gelungene-prsentation.html</guid><description><![CDATA[_Wer Seminare oder Reden h&auml;lt, h&ouml;rt Vortr&auml;ge von Anderen oft mit ganz anderen Ohren. K&uuml;rzlich habe ich ein Lehrbeispiel an guter und &uuml;berzeugender Pr&auml;sentationstechnik erlebt. Der amerikanische Pr&auml;sident Barack Obama zeigte es in seiner "State of the union"-Rede vor dem Kongress. Obama gelingt es w&auml;hrend der einst&uuml;ndigen Rede mehrmals, m [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div  class="paragraph editable-text" style=" text-align: left; "><span style="display:none;">_</span><font size="3">Wer Seminare oder Reden h&auml;lt, h&ouml;rt Vortr&auml;ge von Anderen oft mit ganz anderen Ohren. K&uuml;rzlich habe ich ein Lehrbeispiel an guter und &uuml;berzeugender Pr&auml;sentationstechnik erlebt. Der amerikanische Pr&auml;sident Barack Obama zeigte es in seiner "State of the union"-Rede vor dem Kongress. Obama gelingt es w&auml;hrend der einst&uuml;ndigen Rede mehrmals, mit rhetorischem Geschick alle Kongressabgeordneten zu Standing Ovations zu bewegen. Er baut dem politischen Gegner Br&uuml;cken und erzeugt ein Wir-Gef&uuml;hl. Mit Unterst&uuml;tzung von ganz einfachen und auf Anhieb einleuchtenden Charts und mit Einzelbeispielen von Personen spricht er Kopf und Herz, Verstand und Emotion gleicherma&szlig;en an. Er spricht langsam und deutlich. Er wird nicht polemisch und zieht den politischen Gegner nicht in den Schmutz oder gibt ihn der L&auml;cherlichkeit preis. Er versucht mit Argumenten zu &uuml;berzeugen. Er spricht offen und ehrlich (so klingt es) und pers&ouml;nlich &uuml;berzeugend. Wer es selber ansehen will, findet <a target="_blank" href="http://www.youtube.com/user/BarackObamadotcom">bei You Tube die gesamte Rede</a><a target="_blank" href="http://www.youtube.com/user/BarackObamadotcom">.&nbsp; &gt;&gt;</a></font><br><br><br><br><br></div>  ]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Müde sein dürfen statt Burn out ]]></title><link><![CDATA[http://mohr-coaching.weebly.com/1/post/2011/09/mde-sein-drfen-statt-burn-out.html]]></link><comments><![CDATA[http://mohr-coaching.weebly.com/1/post/2011/09/mde-sein-drfen-statt-burn-out.html#comments]]></comments><pubDate>Wed, 28 Sep 2011 08:16:15 -0800</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">http://mohr-coaching.weebly.com/1/post/2011/09/mde-sein-drfen-statt-burn-out.html</guid><description><![CDATA[Das Thema Ersch&ouml;pfung und Burn out ist heute in aller Munde. Es scheint im Moment die Krankheit der &nbsp;Zivilisation zu sein. Auf allen Lebensb&uuml;hnen ob Arbeit, Partnerschaft und Sinnorientierung, Menschen signalisieren Ersch&ouml;pfung. Anselm Gr&uuml;n hat sich dem Thema in seiner bekannt tiefgehenden Art angenommen. &bdquo;Ich bin m&uuml;de&ldquo; &uuml;berschreibt er sein Buch.&nbsp;&nbsp; [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div  class="paragraph editable-text" style=" text-align: justify; "><FONT size=3>Das Thema Ersch&ouml;pfung und Burn out ist heute in aller Munde. Es scheint im Moment die Krankheit der &nbsp;Zivilisation zu sein. Auf allen Lebensb&uuml;hnen ob Arbeit, Partnerschaft und Sinnorientierung, Menschen signalisieren Ersch&ouml;pfung. Anselm Gr&uuml;n hat sich dem Thema in seiner bekannt tiefgehenden Art angenommen. &bdquo;Ich bin m&uuml;de&ldquo; &uuml;berschreibt er sein Buch.&nbsp;<br />&nbsp;<br />M&uuml;digkeit gibt es nat&uuml;rlich schon, solange es Menschen gibt. Gr&uuml;n betrachtet zu Beginn entsprechende Szenen aus der Bibel. Es gab schon immer das rechtschaffen m&uuml;de Sein nach getanem Werk.&nbsp;Genauso existierte die Mattigkeit, die aus der Nichterf&uuml;llung von Vorhaben, von Missachtung von Menschen und der mangelnden Verbindung mit einem Sinn im Leben herr&uuml;hrt. Viel Zappelei ohne oft wirkliches Vorankommen charakterisiert mittlerweile viele Menschen. Das Thema eskaliert und dahinter steht ein mentales Modell, das von fast der ganzen Gesellschaft geteilt wird und das eine Beg&uuml;nstigung jeglicher Betriebsamkeit enth&auml;lt. Alle scheinen nach dem Motto zu verfahren &bdquo;Wer rastet, der rostet&ldquo;. Solche Spr&uuml;che verk&ouml;rpern die Haltung einer Zeit, in der eigentlich der gr&ouml;&szlig;te Wohlstand aller bisherigen Zeiten vorhanden ist. Es liegt also nicht am Materiellen, sondern an der Haltung der Menschen.&nbsp;&nbsp;&nbsp;<br /><span></span><br />Die L&ouml;sung sieht Pater Anselm Gr&uuml;n in der Akzeptanz des eigenen Menschseins, seiner Begrenzungen aber vor allem im Kontakt mit der inneren Quelle. Es gilt, den eigenen Lebensstrom zu finden. Diese Ebene ist &uuml;berpers&ouml;nlich. Im seinem christlichen Glauben sieht Gr&uuml;n darin Gott. Die Anbindung an den Lebensstrom ist unser kleiner Ausschnitt vom gro&szlig;en Ablauf des Lebens. Da gibt es eine Lebendigkeit, die sprudelt und Energie gibt. Und es braucht ein deutliches zu sich selbst bekennen. Auch wenn es von der Gesellschaft oder auch von Erziehungs- und Elternseite bei vielen torpediert und verunsichert wurde, weil diese selbst kein Vertrauen mehr hatten, bleibt es doch das Lebensziel.<br /><br />Gr&uuml;n widmet seine Aufmerksamkeit auch der Mu&szlig;e. Arbeit hie&szlig; bei den R&ouml;mern neg-otium, Nicht-Mu&szlig;e. Zwar war deren Gesellschaft auf der Sklavenarbeit aufgebaut, aber die Vorstellung, dass Arbeit auf der F&auml;higkeit zur Mu&szlig;e beruht, ist vielen heute fremd. Er lege sich nach getaner Tagesarbeit etwa um 17.00 Uhr immer eine Viertelstunde hin und lasse Schwere und M&uuml;digkeit zu, l&auml;sst Pater Anselm einen Blick in sein eigenes Leben zu.&nbsp;<br /><br />An vielen Stellen zieht der Autor kurze literarische Textbeitr&auml;ge beispielsweise von Peter Handke heran, um die Gedanken zu verdeutlichen. Insgesamt gibt Anselm Gr&uuml;ns Buch eine gute F&uuml;hrung durch die Aspekte des Themas. Wie in einer Anleitung zur Meditation kann man in die Gef&uuml;hlszust&auml;nde der Schwere mitgehen, aber auch wieder hinaus. Das ist das, was hilft. Kritisch ist allenfalls anzumerken, dass die wirtschaftliche Determinante, die ebenfalls die Hektik und Auslaugung der Menschen befeuert, etwas kurz kommt. Der Schwerpunkt liegt auf dem pers&ouml;nlichen Kontakt zum Lebensstrom. <br /><span></span><br /><span></span><br /><STRONG>Gr&uuml;n, A.</STRONG> (2011): Ich bin m&uuml;de. Neue Lust am Leben finden. M&uuml;nsterschwarzach: Vier-T&uuml;rme-Verlag.&nbsp;<br /><span></span><br /><STRONG>Mohr, G.</STRONG> (2008): Der Lebensstrom - , in: Coaching und Selbstcoaching mit Transaktionsanalyse, Bergisch-Gladbach: Edition<br />Humanistische Psychologie.&nbsp;&nbsp;&nbsp;<br /><span></span></FONT><br /><span></span></div>  ]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Bankalltag  ]]></title><link><![CDATA[http://mohr-coaching.weebly.com/1/post/2011/09/bankalltag.html]]></link><comments><![CDATA[http://mohr-coaching.weebly.com/1/post/2011/09/bankalltag.html#comments]]></comments><pubDate>Wed, 21 Sep 2011 01:38:54 -0800</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">http://mohr-coaching.weebly.com/1/post/2011/09/bankalltag.html</guid><description><![CDATA[Arthur Hoffman ist Kassierer in einer Bank. Sein Leben ist von klaren Strukturen, t&auml;glichen Wiederholungen und einem absolut voraussagbaren Tagesablauf gepr&auml;gt. Doch bald f&auml;ngt es&nbsp;in ihm an zu rumoren. Er stellt fest, dass ihm bestimmte gef&uuml;hlsm&auml;&szlig;ige Reaktionen im Leben fehlen. Das Lachen ist ihm abhanden gekommen. Er beginnt bei sich danach zu forschen. Er erinnert sich nicht, [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div  class="paragraph editable-text" style=" text-align: justify; "><font size="3">Arthur Hoffman ist Kassierer in einer Bank. Sein Leben ist von klaren Strukturen, t&auml;glichen Wiederholungen und einem absolut voraussagbaren Tagesablauf gepr&auml;gt. Doch bald f&auml;ngt es&nbsp;in ihm an zu rumoren. Er stellt fest, dass ihm bestimmte gef&uuml;hlsm&auml;&szlig;ige Reaktionen im Leben fehlen. Das Lachen ist ihm abhanden gekommen. Er beginnt bei sich danach zu forschen. Er erinnert sich nicht, wann er zuletzt gelacht hat. Gibt es&nbsp;dieses Verhalten&nbsp;bei ihm nicht, oder&nbsp;ist es nur verloren? Das Rumoren wird immer st&auml;rker. Arthur wird die Wirkung der Bankfiliale auf seinen Gem&uuml;tszustand zunehmens bewu&szlig;t. <br><span></span><br><span></span>Das&nbsp;Innenleben&nbsp;einer Bank schildert der Autor dieser Geschichte, Alexander Ludwig, in feinster Sch&auml;rfe, so dass man die bedr&uuml;ckende Atmosph&auml;re fast sp&uuml;rt. Arthur begibt sich&nbsp;dann vorsichtig auf Abwege. Ein Gesch&auml;ft f&uuml;r Scherzartikel ger&auml;t zu einer Kombination aus Horror- und Erleuchtungserlebnis. Danach ist die Welt f&uuml;r ihn anders. Am folgenden Tag betritt er die Bank&nbsp;mit einem kleinen sichtbaren Zeichen des Protestes gegen die Eint&ouml;nigkeit: Einer Clownsnase. In der Bank provoziert er damit einen Skandal. Das gleicherma&szlig;en kleinkarierte wie rigide Umfeld bringt er zur Verzweiflung. Er bekommt&nbsp;in seinem Job massive Schwierigkeiten, trifft aber auf Unterst&uuml;tzer und erh&auml;lt dann in eine neue Orientierung. Die Menschen beginnen sich bald mit ihm zu identifizieren. Dieses Kippen hin zu hoher Aufmerksamkeit bereitet Arthur die n&auml;chsten Probleme. Daf&uuml;r ist er auch nicht gemacht.&nbsp;<br></font>&nbsp;<br><font size="3">Alexander Ludwig hat ein sprachlich feines und sorgf&auml;ltig geschriebenes Buch verfasst. Mir, der ich lange in Banken gearbeitet habe, blieb beim Lesen das Lachen manchmal im Halse stecken, weil es so deutlich bestimmte Z&uuml;ge herausarbeitet und sowohl den Humor aber auch das tiefere Nachdenken bedient. Dass der &nbsp;langweilige, zwanghafte Protagonist in einer gesellschaftlichen Geschichte von der beruflichen Seite als Bank- oder Sparkassenangestellter dargestellt wird, ist kein Zufall. Aber Ludwig schafft es, das Milieu, die aktuelle Gesellschaftshektik und den Bedarf hervorragend auszuleuchten. Und es trifft nicht&nbsp;nur auf den Menschen in der kleinen Filiale zu. <br><span></span><br><span></span>Die angeblich so hoch&nbsp;qualifizierten und in ihrer Entlohnung unerreichte Investmentbanker stehen dem&nbsp;in ihrer Unbezogenheit auf das Leben in seiner G&auml;nze in Nichts nach. Das Regiment der Unbezogenheit auf das Menschliche ist einer der Gr&uuml;nde f&uuml;r die aktuelle Situation der Wirtschaft. Die Finanzindustrie hat mit ihrer absurden Welt die mentale F&uuml;hrerschaft errungen. Auch dar&uuml;ber l&auml;sst das Buch nachdenken. Arthur ist ein zwiesp&auml;ltiges Modell, einerseits ein Relikt der Vorhektikzeit, andererseits der perfekt konditionierte reduzierte Mensch, dem dann der&nbsp;&nbsp;Entwurf der Selbstbefreiung pl&ouml;tzlich widerf&auml;hrt.&nbsp;&nbsp;<br><span></span><br>Ludwig, Alexander: Die seltsame Wandlung des Arthur Hoffmann, Ro&szlig;dorf: Verlag Gebr&uuml;der Kornmayer, 2010. <br><span></span><br></font><br><span></span><br><span></span></div>  ]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Durchatmen]]></title><link><![CDATA[http://mohr-coaching.weebly.com/1/post/2011/09/durchatmen.html]]></link><comments><![CDATA[http://mohr-coaching.weebly.com/1/post/2011/09/durchatmen.html#comments]]></comments><pubDate>Wed, 21 Sep 2011 01:03:43 -0800</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">http://mohr-coaching.weebly.com/1/post/2011/09/durchatmen.html</guid><description><![CDATA[Christopher Jamison, ein englischer Benediktinerm&ouml;nch, hat ein gleicherma&szlig;en interessantes wie entspannendes Buch geschrieben. Es legt Menschen nahe, sich mit der Lebenshaltung und der Lebensweise in Kl&ouml;stern zu befassen, weil die zu Entschleunigung des Lebens beitragen kann. Verschiedene Str&auml;nge durchziehen das Buch, einerseits eine&nbsp;pr&auml;zise Antworthaltung zu den&nbsp;Aufgeregtheiten  [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div  class="paragraph editable-text" style=" text-align: justify; "><FONT size=3>Christopher Jamison, ein englischer Benediktinerm&ouml;nch, hat ein gleicherma&szlig;en interessantes wie entspannendes Buch geschrieben. Es legt Menschen nahe, sich mit der Lebenshaltung und der Lebensweise in Kl&ouml;stern zu befassen, weil die zu Entschleunigung des Lebens beitragen kann. Verschiedene Str&auml;nge durchziehen das Buch, einerseits eine&nbsp;pr&auml;zise Antworthaltung zu den&nbsp;Aufgeregtheiten des heutigen Lebens,&nbsp;andererseits&nbsp;wesentliche Aspekte kl&ouml;sterlichen Lebens wie Schweigen, Kontemplation, Gehorsam, Demut, Gemeinschaft, Spiritualit&auml;t und Hoffnung. Als Beispiel f&uuml;r die Reaktion der Normalmenschen, die nicht M&ouml;nche sind, auf diese Themen f&uuml;hrt er eine Gruppe von M&auml;nnern heran, die eine Zeitlang im Kloster Jamisons lebte und deren Erfahrungen auch in der BBC-Fernsehserie &bdquo;The Monastrey&ldquo; &nbsp;verfilmt wurden.&nbsp;<BR>&nbsp;<BR>Seine grundlegende Theorie f&uuml;r die heutige Lebenshektik sieht der Autor in der Ver&auml;nderung der Gesellschaft dahin, dass die neoliberale Wende die Menschen in allem zu Kunden von irgendetwas deklariert habe. Menschen sind nicht im Vordergrund, &nbsp;sondern Konsumenten. Gut ausgebildete <BR>Leute h&auml;tten fr&uuml;her in h&ouml;heren Positionen ein beschauliches Leben f&uuml;hren k&ouml;nnen. Arbeiter h&auml;tten sich auf einen lebenslangen Job in einer stabilen Industrie verlassen k&ouml;nnen. Heute sei alles in einen unendlichen Warenstrom, der mit unendlicher Arbeit erreicht werden soll, eingeordnet. Das Gl&uuml;ck ist die Ansammlung vieler maximaler Konsumereignisse. Diese Lebenskultur gelte es in Frage zu stellen.&nbsp;<BR>&nbsp;<BR>Der kritischen Gesellschaftsbeschreibung folgen als Gegenpol die Regeln des kl&ouml;sterlichen Lebens, die der Ordensgr&uuml;nder Benedikt vor 1500 Jahren aufgestellt hat. &bdquo;Man soll der Schweigsamkeit zuliebe bisweilen sogar auf gute Gespr&auml;che verzichten&ldquo; &nbsp;ist schon eine f&uuml;r den heutigen Mainstream provozierende Kostprobe f&uuml;r eine solche Regel. Aber nur so k&ouml;nne man den &bdquo;L&auml;rm im Kopf&ldquo; besiegen. Kontemplation, also die l&auml;uternde Betrachtung der eigenen Innenwelt, sieht er als katholischer Christ nat&uuml;rlich im Gebet zu Gott. &bdquo;Wir sollen wissen, dass wir nicht erh&ouml;rt werden, wenn wir viele Worte machen, sondern wenn wir in Lauterkeit des Herzens und mit den Tr&auml;nen der Reue beten. Deshalb sei das Gebet kurz und lauter&ldquo;. In der Kontemplation geht es also um das <BR>F&uuml;hlen und eine bescheidene Haltung dem Gro&szlig;en des Lebens gegen&uuml;ber. Der Regelgeber Benedikt hat nach seiner Schilderung keine genauen Vorgaben f&uuml;r Meditation gegeben. Als kl&ouml;sterliche Tradition zur F&ouml;rderung der Meditation sieht er die Verwendung eines wiederholten Satzes und das langsame Lesen heiliger Texte an. Dass&nbsp;Benedikt das Lesen als wichtigste Art der Meditation und kreativer Stille einsch&auml;tzt, ist bemerkenswert. Die Lectio divina (g&ouml;ttliches Lesen) ist ein Lesen wichtiger Texte,&nbsp;das sich Zeit l&auml;sst und diese in mehreren Schritten verarbeitet. <BR><SPAN></SPAN><BR><SPAN></SPAN>Zum Gehorsam&nbsp;propagiert Benedikt &bdquo;Im gegenseitigen Gehorsam sollen sie miteinander wetteifern; keiner achte auf das eigene Wohl, sondern mehr auf das des anderen.&ldquo;&nbsp;Gehorsam ist heute ein sperriger&nbsp; Begriff, aber wenn man sich betrachtet wie viel wir unbewusst durch &auml;u&szlig;ere Reize konditioniert und stimuliert sind, bleibt die Selbstdisziplin in Orientierung ein wichtiger Pfeiler der Selbststeuerung. &Auml;hnliches gilt in der Zeit der narzisstischen Herausstellungsforen f&uuml;r den n&auml;chsten Begriff, die Demut: &bdquo;Durch Selbsterh&ouml;hung steigen wir hinab und durch Demut hinauf.&ldquo; <BR><SPAN></SPAN><BR><SPAN></SPAN>Gemeinschaft als Thema ist f&uuml;r den westlichen, individualisierten Menschen, insbesondere den angels&auml;chsisch gepr&auml;gten - wie dem Briten Jamison - , heute jenseits des Mainstreams. &bdquo;Vor allem bei der Aufnahme von Armen und Fremden zeige man Eifer und Sorge, denn besonders in ihnen wird Christus aufgenommen. Das Auftreten der Reichen verschafft sich ja von selbst Beachtung.&ldquo; &nbsp;Hier fehlt&nbsp;dem katholischen Christen etwas das &bdquo;Fassen an die eigene Nase der katholischen Kirche&ldquo; , die sich in vielem Prunk noch geb&auml;rdet wie ein feudales F&uuml;rstensystem. Diese alte Kontroverse zwischen den kl&ouml;sterlichen und den Machtpotentaten der Kirche ist seit Jahrhunderten ein hei&szlig;es Eisen. Er greift er nicht auf. <BR><SPAN></SPAN><BR><SPAN></SPAN>Zur Spiritualit&auml;t zitiert&nbsp;Jamison die Benediktsche Regel &ldquo;Pr&uuml;ft die Geister, ob sie aus Gott sind&ldquo;. Jamison diskutiert den Vorteil des Christentums als geleichma&szlig;en nach innen auf Kontemplation wie nach au&szlig;en auf den Mitmenschen gerichtete Religion. In anderen Religionen sieht der durchaus zur Linken tendierende Autor Marx&acute; Kritik der Religion als Opium f&uuml;rs Volk eher verwirklicht als im Christentum. Am Ende der thematischen Kapitel steht die Hoffnung, die gerade beim Abschied und am Ende des Lebens gebraucht wird. Den eigentlichen Schluss des Buches bildet ein Beispiel der Lectio divina in Form des Gleichnisses vom verlorenen Sohn.&nbsp;&nbsp;<BR><SPAN></SPAN><BR>Insgesamt ein gut zu lesendes Buch, das tief gepr&uuml;fte, durchaus alte Weisheiten in interessanter Weise auf unsere Zeit bezieht. Es macht nicht den einzelnen&nbsp;mit erhobenem Zeigefinger verantwortlich, sondern zeigt die Systemzw&auml;nge auf. Sch&ouml;n ist, dass&nbsp; er einen unverkrampften Blick &uuml;ber den Tellerrand hinaus hat. So berichtet er auch Beispiele aus einem benachbarten buddhistischen Kloster in S&uuml;dengland. Dies h&auml;tte man dort vielleicht gar nicht vermutet, Jamison zeigt aber deutlich seinen Respekt auch vor der anderen Religion. In Sachen der Integration meditativen&nbsp;und kontemplativen Lebens ist der Unterschied ohnehin gering.&nbsp;Gott hat kein Parteibuch <BR><SPAN></SPAN>einer Religion.<BR><SPAN></SPAN><BR></FONT><SPAN><FONT size=3><EM>Jamison, Christopher: Durchatmen, M&uuml;nsterschwarzach:&nbsp;&nbsp;Vier-T&uuml;rme-Verlag&nbsp; 2011</EM></FONT><BR></SPAN><BR><SPAN></SPAN><BR><SPAN></SPAN></div>  ]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Amateure am Werk]]></title><link><![CDATA[http://mohr-coaching.weebly.com/1/post/2011/09/amateure-am-werk.html]]></link><comments><![CDATA[http://mohr-coaching.weebly.com/1/post/2011/09/amateure-am-werk.html#comments]]></comments><pubDate>Thu, 15 Sep 2011 21:44:21 -0800</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">http://mohr-coaching.weebly.com/1/post/2011/09/amateure-am-werk.html</guid><description><![CDATA[Fast t&auml;glich stellt die Finanz- und Wirtschaftskrise neue&nbsp;Aufgaben. Politiker, die wie in der deutschen Regierung mit Frau Merkel (Physikerin) und Herrn R&ouml;sler (Arzt) noch nicht einmal wirtschaftlich&nbsp;vorgebildet sind, wirken zurzeit wie sehr teure Praktikanten und zwar f&uuml;r alle&nbsp;sehr teuer. Selbst Merkel, die superschnelles Lernen beherrscht, kommt&nbsp;da nicht nach. B [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div  class="paragraph editable-text" style=" text-align: justify; "><FONT size=3>Fast t&auml;glich stellt die Finanz- und Wirtschaftskrise neue&nbsp;Aufgaben. Politiker, die wie in der deutschen Regierung mit Frau Merkel (Physikerin) und Herrn R&ouml;sler (Arzt) noch nicht einmal wirtschaftlich&nbsp;vorgebildet sind, wirken zurzeit wie sehr teure Praktikanten und zwar f&uuml;r alle&nbsp;sehr teuer. Selbst Merkel, die superschnelles Lernen beherrscht, kommt&nbsp;da nicht nach. <BR><SPAN></SPAN>Bei allem Respekt vor Helmut Schmidt als letztem Wirtschaftler,&nbsp;der im Kanzleramt sa&szlig;, er wirkt oft wie ein alter Studiosus, zwar deutlich und&nbsp;vehement, aber nicht mehr wirklich in der Zeit. Seine Impulse bewegen sich auf&nbsp;einem Abstraktionsgrad, der den heutigen konkreten Herausforderungen nicht&nbsp;gerecht wird.&nbsp;<BR><SPAN></SPAN>&nbsp;<BR>Aber auch die gerne auftretenden so genannten Experten der&nbsp;Wirtschaftswissenschaft geben ein wenig Vertrauen erweckendes Bild ab. Die, die&nbsp;sie sich immer noch mit der neoliberalen Ideologie des &bdquo;der Markt regelt alles&nbsp;zum Besten&ldquo; verb&uuml;ndet haben, geben sofort ihre Fachexpertise auf. Sie haben von&nbsp;heute aus betrachtet in den letzten Jahren wenig gelernt und verlieren die Auswirkungen auf die Menschen aus den Augen. Andere wirken oft wie&nbsp;Lobbyvertreter der Investmentbanker.&nbsp;<BR></FONT><BR><FONT><FONT size=3><STRONG>Denn worum geht&rsquo;s?</STRONG>&nbsp;<BR><SPAN></SPAN>Die aktuelle krisenhafte wirtschaftliche Erscheinung&nbsp;ist durch Fehlentwicklungen in der Finanzindustrie entstanden. Daran gibt es bei&nbsp; den Wirtschaftsexperten&nbsp;unterschiedlichster Couleur keinen Zweifel. Es liegt nicht an Schulden&nbsp;einzelner Staaten. Die gab es vorher auch schon. Und die gr&ouml;&szlig;ten Schuldner sind nicht die in der Gr&ouml;&szlig;e eines normalen Gro&szlig;unternehmers agierenden L&auml;nder wie&nbsp;Griechenland (2 Prozent der EU-Wirtschaftsleitung, etwas weniger als Volkswagen),&nbsp;sondern USA, Japan und UK. Das nimmt man aber nicht in den Fokus.&nbsp;Staatsschulden sind ebenfalls ein Symptom un&uuml;berlegten Handelns.&nbsp;<BR>Wesentlich sind dabei Finanzprodukte verantwortlich, die es eigentlich nicht geben d&uuml;rfte, weil man ihre Tragweite nicht pr&uuml;ft. Die nach 9/11 aus politischen Gr&uuml;nden in Amerika kreierten Kredite ohne Sicherheiten sind das einfache Beispiel. Zigfache Volumina von virtuellen Finanzprodukten,&nbsp; die die M&auml;rkte beruhigen sollen, indem sie etwa Zukunftsaussichten vorwegnehmen&nbsp;und &bdquo;einpreisen&ldquo;, haben eine Eigendynamik und Beeinflussungswelle entwickelt, die ihre angestrebten Effekte zu Nichte machen und zus&auml;tzlichen Schaden anrichten, sind das ganze Ausma&szlig;. <BR>Die genauen Erfahrungen mit den einzelnen Produkten sind tats&auml;chlich neu. Banken, Hedgefonds und Investmentgesellschaften und haben v&ouml;llige Freiheit t&auml;glich neue Produkte zu kreieren, die im Sinne ihrer Anteilseigner Gewinne versprechen. &Uuml;ber systemische Risiken machen sich nur ein paar Fachleute Gedanken. Dahinter steckt ein immenses Volumen von Verm&ouml;gen, das reiche Leute und L&auml;nder in der Welt besitzen und das Anlagem&ouml;glichkeiten sucht. <BR><SPAN></SPAN>Es hat fast den Anschein, dass sich das erst selbst&nbsp;vernichten m&uuml;sste, ehe Ruhe einkehrt. Aber die Verteilungswirkungen sind </FONT></FONT><FONT><FONT size=3>erfahrungsgem&auml;&szlig; dabei doch so, dass es die Kleinen ausbaden m&uuml;ssen. Denn das Einzelrisiko tr&auml;gt der Kunde und der Steuerzahler. Der Kunde muss nur&nbsp;einigerma&szlig;en aufgekl&auml;rt werden. Da aber die Produkte und erst recht die Zusammenh&auml;nge nicht beherrscht werden,&nbsp;wird einfach so weiter gemacht wie bisher.&nbsp;<BR><SPAN></SPAN><BR></FONT><FONT size=3><STRONG>Was braucht es?<BR></STRONG>"D&auml;mme bauen, anstatt zu warten, dass die Flut Vernuft annimmt." Es braucht einen radikalen Abschied von der freien Konstruktion von Finanzprodukten, die durch ideologisch begeisterte Menschen ab den 1990er Jahren auf fatale Weise verbreitet wurde. Um die Prozesse der Produktkonstruktion zu &uuml;berwachen und einsch&auml;tzen zu k&ouml;nnen, braucht es unabh&auml;ngige Fachexpertise von &ouml;ffentlichen Institutionen. Dies beginnt mit der Regierung und geht bis zum Mitarbeiter in den Regulierungsbeh&ouml;rden. Wenn die Finanzgesch&auml;fte in etwa so behandelt w&uuml;rden wie andere Branchen, etwa </FONT></FONT><FONT size=3>Lebensmittel - oder Pharmaindustrie, sogar Autoindustrie w&auml;re einiges gewonnen.<BR>Finanzdienstleistungsprodukte k&ouml;nnen so toxisch f&uuml;r die Gesellschaft sein, wie es ein kontaminiertes Lebensmittel oder ein schlechtes Medikament f&uuml;r Menschen ist. Es geht also um die &Uuml;berwachung der Produkte und um klare Grenzen hierbei. Das wird Arbeitspl&auml;tze&nbsp;in der Finanzindustrie kosten und zwar die, die durch Umverteilung von Verm&ouml;gen der Privatleute auf die Banken entstehen. Denn Kundenorientierung ist in der Finanzdienstleistungsindustrie oft eine reine Phrase. &bdquo;Die Bank verdient&nbsp; immer&ldquo;, hat mir einmal ein Bankvorstand gesagt, &bdquo;ob es raufgeht oder runter. Wir sind mit unsere Provisionen dabei.&ldquo; Hier liegt auch der bisherige Anreiz.<BR>Es werden virtuelle, kurzfristige Gesch&auml;ftsm&ouml;glichkeiten geschaffen, um das&nbsp;vorhandene System zu erhalten. Zudem beruhen die meisten der neuen Produkte darauf, dass es immer Verlierer braucht. Einer gewinnt etwas, dass ein anderer verliert. Darauf sind viele Finanzprodukte aufgebaut. Sie enthalten eine Wirtschaftsphilosophie des Gl&uuml;cksspiels oder des Krieges. Das sollte klar sein.&nbsp;Will man das? Der sch&ouml;ne Spruch &bdquo;Geld arbeitet&ldquo; hie&szlig;e ja dann &bdquo;Geld spielt&ldquo;oder <BR>&bdquo;Geld f&uuml;hrt Krieg&ldquo;. Die Leute, die davon leben und dies inhaliert haben, &nbsp;dann als Experten f&uuml;r die Politik nehmen <BR>und sogar Gesetze mit formulieren wie es schon passiert ist&nbsp; <BR>zu lassen - wie es schon passiert ist, war nicht wirklich <BR>klug.<BR><SPAN></SPAN><BR></FONT><BR><SPAN></SPAN><BR><SPAN></SPAN></div>  ]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Ein Freund Hessens – der Dalai Lama]]></title><link><![CDATA[http://mohr-coaching.weebly.com/1/post/2011/08/ein-freund-hessens-der-dalai-lama.html]]></link><comments><![CDATA[http://mohr-coaching.weebly.com/1/post/2011/08/ein-freund-hessens-der-dalai-lama.html#comments]]></comments><pubDate>Tue, 23 Aug 2011 08:59:07 -0800</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">http://mohr-coaching.weebly.com/1/post/2011/08/ein-freund-hessens-der-dalai-lama.html</guid><description><![CDATA[Der Dalai Lama ist wieder in Hessen. Hessen scheint er zu m&ouml;gen. Ich selbst konnte ihn schon zweimal hier pers&ouml;nlich treffen. Als ich einmal in Dharamsala in Indien, seinem Exilsitz, vorbeikam, war er nicht anzutreffen. Er war unterwegs mit Reisen und Reden. Das war allerdings nicht weiter schlimm, da es nicht auf die Person sondern auf den Geist ankommt. Aber was hat der Dalai  [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div  class="paragraph editable-text" style=" text-align: justify; "><font size="3">Der Dalai Lama ist wieder in Hessen. Hessen scheint er zu m&ouml;gen. Ich selbst konnte ihn schon zweimal hier pers&ouml;nlich treffen. Als ich einmal in Dharamsala in Indien, seinem Exilsitz, vorbeikam, war er nicht anzutreffen. Er war unterwegs mit Reisen und Reden. Das war allerdings nicht weiter schlimm, da es nicht auf die Person sondern auf den Geist ankommt. <br /><span></span><br />Aber was hat der Dalai Lama f&uuml;r Freunde? Koch, Bouffier, Bush. Die Konservativen n&uuml;tzen ihn und er versucht, jede Unterst&uuml;tzung f&uuml;r seine Sache zu n&uuml;tzen. Deutschland darf nicht, dann eben Hessen. Gut, wenigstens Obama hat ihn k&uuml;rzlich ebenfalls empfangen.&nbsp;&nbsp;<br /><span></span><br /><span></span>Die politische Linke fehlt in den nahen Kontakten. Warum eigentlich? Kritisch zur Gesellschaft stehen bedeutet emp&ouml;rt sein und nicht so leicht in einfache Wahrheiten einzustimmen. Es ist ein konsequenter Zug emanzipatorischer Bewegungen, sich nicht mit den einfachen, Status Quo erhaltenden, oberfl&auml;chlichen Aussagen zufrieden zu geben.&nbsp;&nbsp;<br /><br /><span></span>In dieser Hinsicht wird der Dalai Lama oft falsch eingesch&auml;tzt. Ich hatte einmal in einer Veranstaltung mit dem Dalai Lama eine interessante Erfahrung. Viele Leute waren dorthin gekommen und erwarteten - entschuldigen Sie die Formulierung - religi&ouml;ses Brimborium, aber keine komplizierten Weisheiten. Der Dalai Lama referierte, diskutierte und erforschte allerdings zur Verbl&uuml;ffung vieler einen &auml;u&szlig;erst schwierigen Text aus der buddhistischen Philosophie. Unter den Liebhabern des Weihevollen entstand schon einiger Unmut und unterschwelliges Grummeln. Zum Denken war man doch nicht gekommen. Aber D.L. war superpr&auml;zise, wissenschaftlich und gleichzeitig offen f&uuml;r Kritik.&nbsp;&nbsp;<br /><br /><span></span>Einige Fragen stellen sich doch: Was hat der Dalai Lama erreicht? Oder hat der Dalai Lama etwas erreicht f&uuml;r seine Leute? Mit der letzten Frage beginnend, eher nein, das ist jammerschade. Es hat vielleicht f&uuml;r die Chinesen weniger mit Tibet zu tun. Aber damit, dass China das Land ist, in dem die meisten Buddhisten leben.&nbsp;<br />Dennoch, der Dalai Lama hat &uuml;ber die 60 Jahre, die er mittlerweile wirkt, schon einiges in die Welt drum herum gebracht. Solche Beispiele des friedlichen Widerstands sind eher rar. &Uuml;berall und vielleicht ist das bisher die Tragik auch in unserem Denken, wird Widerstand erst wirklich wahr- und ernst genommen, wenn er Gewalt enth&auml;lt. Wenn 20.000 friedlich demonstrieren, kr&auml;ht kein Hahn danach, wenn einer dabei schwer verletzt wird, ist Relevanz da. Das kann doch nicht sein.&nbsp; <br /><span></span><br /><span></span>Heute wird selbst das Christentum&nbsp;vom Buddhismus in Richtung der Wertsch&auml;tzung wirklich spiritueller Perspektiven stimuliert, wie der popul&auml;re Benediktiner Anselm Gr&uuml;n einr&auml;umt. Der gr&ouml;&szlig;te tibetische buddhistische Weise Padhmasambhava soll im 8. Jahrhundert gesagt haben: Wenn die gro&szlig;en Eisenv&ouml;gel fliegen, wird der Buddhismus auch den Westen erreichen&nbsp;<br />. Diese Begegnung der Weisheitslehren aus unterschiedlichen Ecken der Welt ist heute ein Teil der weltweiten Begegnung, die zu oft auf die wirtschaftliche Globalisierung reduziert wird.&nbsp;</font><br /> </div>  ]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Der Crash weitet sich aus]]></title><link><![CDATA[http://mohr-coaching.weebly.com/1/post/2011/08/der-crash-weitet-sich-aus.html]]></link><comments><![CDATA[http://mohr-coaching.weebly.com/1/post/2011/08/der-crash-weitet-sich-aus.html#comments]]></comments><pubDate>Tue, 09 Aug 2011 11:23:58 -0800</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">http://mohr-coaching.weebly.com/1/post/2011/08/der-crash-weitet-sich-aus.html</guid><description><![CDATA[Vorige Woche prognostizierte ich: Der Crash ist da.&nbsp;Jetzt sind die B&ouml;rsen 15&nbsp;% niedriger als letzte Woche. Aber immer noch kurz vor der Tagesschau die B&ouml;rse, warum eigentlich&nbsp;nicht der Sport, die Bundesliga oder die zweite /archaische Fusball-Liga, nicht diese Casino-Nachrichten. Immer noch haben die Alt-98er offensichtlich die Programmgewalt, die in die Aktienm&auml;rkte hinein [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div  class="paragraph editable-text" style=" text-align: justify; "><FONT size=3>Vorige Woche prognostizierte ich: Der Crash ist da.&nbsp;Jetzt sind die B&ouml;rsen 15&nbsp;% niedriger als letzte Woche. <br /><br />Aber immer noch kurz vor der Tagesschau die B&ouml;rse, warum eigentlich&nbsp;nicht der Sport, die Bundesliga oder die zweite /archaische Fusball-Liga, nicht diese Casino-Nachrichten. Immer noch haben die Alt-98er offensichtlich die Programmgewalt, die in die Aktienm&auml;rkte hineinsozialisiert wurden und &bdquo;das Geld arbeiten lassen&ldquo;. Haben Sie schon einmal Geld arbeiten sehen?&nbsp;So ein Bl&ouml;dsinn. <br /><br />Der deutsche Leitindex f&auml;llt zun&auml;chst &uuml;ber 7 %, dann schwenkt er wieder&nbsp; auf Vortagsniveau ein.&nbsp;<br /><br /><span></span>In anderen L&auml;ndern ist man schon weiter. Tottenham versinkt in Schutt und Asche. Der britische Ministerpr&auml;sident <br />unterbricht seinen Italienurlaub, welch eine Einschr&auml;nkung seiner Lebensqualit&auml;t.&nbsp;Er sieht in den Jugendlichen, die dort die&nbsp; L&auml;den pl&uuml;ndern, simple Kriminelle.&nbsp;<br />&nbsp;<br />Irgendwie stellt das bestehende Gesellschafts- und Wirtschaftssystem&nbsp;nur noch begrenzte&nbsp;Anreize dar.&nbsp;<br />&nbsp;<br />Die Welt steht Kopf.<br /><span></span><br />Die&nbsp;Politiker retten immer weiter. Frau Merkel, die sagenhaft schnell lernf&auml;hige&nbsp; Physikerin arbeitet sich in einen Thema nach dem anderen ein. Dann spricht sie&nbsp; mit Sarkozy, der damit kokettiert, dass er Merkel wohl h&auml;ufiger sehe, als deren <br />Ehremann. Aber so richtig &uuml;berzeugend ist das nicht:&nbsp;&nbsp;&nbsp;<br /><br /></FONT>Das&nbsp;Chaos weitet sich aus.&nbsp;&nbsp;<br /><span></span><br /><span></span>Und unser Hofnungstr&auml;ger aus Amerika, Obama. Er ist still geworden. Eine merkw&uuml;rdige Gruppe von Fundamentalisten, genannt<br /><SPAN>Tea-Party hat ihn zur Strecke gebracht. Die Tea-Party besteht aus Leuten, die aus der unbeschwerten&nbsp;Generation stammen. Sie k&ouml;nnen radikal sein, fundamentalistisch, d&uuml;rfen ewig jugendliche Ideale haben. Einf&uuml;hlen in andere oder das Ganze haben sie nie gelernt.&nbsp;So entsteht der Wahnsinn.&nbsp;Die Gesellschaft f&auml;llt zur&uuml;ck. <br /><span></span><br /><span></span>&nbsp;&nbsp;&nbsp;</SPAN></div>  ]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Der Crash ist da]]></title><link><![CDATA[http://mohr-coaching.weebly.com/1/post/2011/08/der-crash-ist-da.html]]></link><comments><![CDATA[http://mohr-coaching.weebly.com/1/post/2011/08/der-crash-ist-da.html#comments]]></comments><pubDate>Thu, 04 Aug 2011 11:33:25 -0800</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">http://mohr-coaching.weebly.com/1/post/2011/08/der-crash-ist-da.html</guid><description><![CDATA[In einer Woche ist der DAX von 7300 auf 6400 gefallen. Was passiert da? Die, die in Unternehmen investieren und deren Anteile kaufen, um an der in Zukunft erreichten Produktivit&auml;t teilzunehmen oder sie zu unterst&uuml;tzen, haben das Vertrauen verloren.Die automatischen Computerprogramme tun ihr &Uuml;briges. Fallen Werte unter eine bestimmte Grenze, wird verkauft. Da  [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div  class="paragraph editable-text" style=" text-align: justify; "><FONT size=3><FONT><FONT>In einer Woche ist der DAX von 7300 auf 6400 gefallen. Was passiert da? <br />Die, die in Unternehmen investieren und deren Anteile kaufen, um an der in <br />Zukunft erreichten Produktivit&auml;t teilzunehmen oder sie zu unterst&uuml;tzen, haben <br />das Vertrauen verloren.<br />Die automatischen Computerprogramme tun ihr &Uuml;briges. Fallen Werte unter <br />eine bestimmte Grenze, wird verkauft. Da ist niemand mehr, der pers&ouml;nlich <br />Verantwortung &uuml;bernimmt.&nbsp;<br />Italien liegt mit seinen langfristigen Zinsen bei &uuml;ber 6 %. Das wird zu <br />einer Erh&ouml;hung der Verschuldung f&uuml;hren, die irgendwann mit dem Offenbarungseid<br />endet. Es geht gar nicht anders.&nbsp;<br /><br /><span></span><STRONG>Wirtschaft ist eher einfach<br /><span></span></STRONG><br /></FONT>Nun ist es soweit. Die wievielte Stufe ist das jetzt nach Lehman-Finanzkrise, Absatzeinbruch in der Realwirtschaft und Irland.Griechenland-Portugal-Staatenkrise. Jetzt&nbsp;kommen die Gro&szlig;en dran. Italien wird es erwischen, die USA springt noch mal gerade so dem Teufel von der Schippe, dank Obamas Verzicht auf alles, was er vorher wollte. <br /><span></span>Wie soll Amerika in zehn Jahren 2 Billionen Dollar, das sind bei linearer Verteilung 200 Mrd. Dollar pro Jahr im &ouml;ffentlichen Haushalt sparen? Die Fundamentalisten bei den Republikanern h&auml;tten es drauf ankommen lassen. Um die Macht zu kriegen, h&auml;tten sie die Weltwirtschaft vor die Hunde <br />gehen lassen. <br /><span></span>Lassen Sie mich kurz erinnern. Was waren die alten Sowjets wie Breshnew und Kossigyn f&uuml;r zuverl&auml;ssige Vertragspartner und Welterhalter. Wenn wir damals auf der anderen Seite von der psychologischen Struktur der amerikanischen Tea-Party-Mitglieder gehabt h&auml;tten, g&auml;be es uns nicht mehr. SS20 und Pershing h&auml;tten damals Europa platt gemacht.<br /></FONT>Also was ist los mit den Alt-98ern, die damals mit &bdquo;Lass das Geld arbeiten&ldquo; sozialisiert worden? Die Generation der jungen Leute, die anstatt &bdquo;anst&auml;ndige&ldquo; technische Berufe zu ergreifen, wie es lange in den Industriel&auml;ndern und den heutigen Schwellenl&auml;ndern &uuml;blich war, vom Ruf der Finanzindustrie oder der Medien gefolgt sind, um ohne anfassen zu m&uuml;ssen, doch gen&uuml;gend Geld zu verdienen.&nbsp;<br />Die G20-F&uuml;hrer sollten ihren Urlaub unterbrechen und zusammen kommen. <br />Es ist h&ouml;chste Eisenbahn</FONT>. <br /><span></span><br /><span></span></div>  ]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Das Ende der Schlichtung ]]></title><link><![CDATA[http://mohr-coaching.weebly.com/1/post/2011/07/das-ende-der-schlichtung.html]]></link><comments><![CDATA[http://mohr-coaching.weebly.com/1/post/2011/07/das-ende-der-schlichtung.html#comments]]></comments><pubDate>Sat, 30 Jul 2011 07:35:29 -0800</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">http://mohr-coaching.weebly.com/1/post/2011/07/das-ende-der-schlichtung.html</guid><description><![CDATA[Heute&nbsp;ist die Schlichtung&nbsp;von Stuttgart 21 zu Ende gegangen. Aus diesem Anlass m&ouml;chte ich noch einmal auf dieses&nbsp;interessante Experiment zur&uuml;ckkommen, das ich bereits im November 2010&nbsp;hier im Blog beleuchtet habe. Interessant [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div  class="paragraph editable-text" style=" text-align: left; "><FONT size=3>Heute&nbsp;ist die Schlichtung&nbsp;von Stuttgart 21 zu Ende gegangen. Aus diesem Anlass m&ouml;chte ich noch einmal auf dieses&nbsp;interessante Experiment zur&uuml;ckkommen, das ich bereits im </FONT><A title="" href="http://mohr-coaching.weebly.com/1/archives/11-2010/1.html" target=_blank><FONT size=3>November 2010&nbsp;</FONT></A><FONT size=3><FONT><FONT>hier im Blog beleuchtet habe. <br /><span></span>Interessant ist diese Veranstaltung, weil psychologische Gesichtspunkte der Mediation und Konfliktbew&auml;ltigung mit der&nbsp;politischen Welt zusammentreffen. Die Veranstaltung wirkte bald sehr merkw&uuml;rdig, zuweilen skurril. Der&nbsp;vereinbarte Stresstest schien zugunsten der S21-Bef&uuml;rworter ausgegangen zu&nbsp;sein. Die Gegner sahen aber diverse M&auml;ngel im Zustandekommen des Stresstests. So sei zum Beispiel die begutachtende Firma bereits mit Auftr&auml;gen der Bahn bedacht worden.&nbsp;<br /><span></span><br />Die ganze&nbsp;Sache wirkt zunehmend verfahren. Bef&uuml;rworter&nbsp;und Gegner stehen sich weiterhin ohne Kompromissm&ouml;glichkeit gegen&uuml;ber. Alles schien wieder wie am Anfang. Man lobt&nbsp;weiterhin das Diskutieren. Die Gegner zeigen sich aber nicht &uuml;berzeugt. Die Bef&uuml;rworter hingegen sagen, es sei doch jetzt alles klar.&nbsp;<br />Am letzten Schlichtungstag &nbsp;macht Heiner Gei&szlig;ler&nbsp;selbst einen&nbsp;inhaltlichen Vorschlag zusammen mit der&nbsp;Schweizer Firma, die den&nbsp; Stresstest mit dem positiven Ergebnis f&uuml;r S21 durchgef&uuml;hrt hatte. Der&nbsp; Kompromissvorschlag beinhaltete&nbsp;den Durchgangsbahnhof f&uuml;r Fernverkehr unter der Erde (halb S21) und&nbsp;den Regionalbahnhof am alten Platz (halb K21). <br /><span></span><br />Gei&szlig;ler zieht alle Register. Er lobt die begutachtende Firma, er lobt die R&auml;umlichkeiten, er&nbsp;lobt den Hausherrn, er lobt die Experten der Bahn. Er hebt das&nbsp;neu-demokratische Vorgehen dieser Schlichtung hervor. Alle Fakten k&auml;men so auf den Tisch. Leider &ndash; und hier waren sich alle wieder einig &ndash;&nbsp; sei das deutsche Baurecht v&ouml;llig antiquiert und unzul&auml;ssig. Und schon f&uuml;hlen&nbsp;sich selbst die Konservativen wieder im Neuen und an der Speerspitze der&nbsp;Entwicklung sehr wichtig.&nbsp;&nbsp;<br />In der Sache&nbsp;ist man allerdings keinen Schritt weiter. Der sachliche Weg mit Fakten&nbsp;ist sicher ein Fortschritt gegen&uuml;ber gewaltsamen Auseinandersetzungen, wie sie&nbsp;sich vor der Schlichtung anbahnten. Aber ein wirklicher Kompromiss wurde&nbsp;nicht erzielt. Und befriedet ist die Situation&nbsp;nicht.<br /><span></span><br />Zus&auml;tzlich&nbsp;werden laufend die Rollen vereinfacht. Dass Gei&szlig;ler, als Schlichter eigentlich auf die Moderatorrolle beschr&auml;nkt - einen inhaltlichen Vorschlag macht, war nur eins. Auch die anderen Beteiligten vernebelten immer wieder ihre Rollen. Nat&uuml;rlich ist die Bahn nicht nur ein&nbsp;Dienstleister, der Auftr&auml;ge erf&uuml;llt, sondern eine AG, die Gewinne erwirtschaften&nbsp;will. Und der Verkauf der Immobilien in Stuttgarts Mitte gibt da Einiges her.&nbsp;Nat&uuml;rlich ist die Bedeutung von Mineralquellen unter einer Gro&szlig;stadt nicht f&uuml;r&nbsp;jeden in der Republik nachvollziehbar. Nat&uuml;rlich ist zu hinterfragen, ob <br />Menschen 200 km vom Geschehen in einer Abstimmung &uuml;ber die Belastungen der&nbsp; B&uuml;rger direkt am 10-j&auml;hrigen Bauplatz entscheiden sollten.&nbsp;<br />&nbsp;<br />Dass es nicht sehr gut lief, wurde deutlich, als der Pfarrer&nbsp;auf der Bef&uuml;rworterseite&nbsp;sich in Anrufungen seines obersten Chefs verlor, dessen&nbsp;Segen sicher von N&ouml;ten gewesen w&auml;re.&nbsp;Aber ob der das deutsche Baurecht beherrscht, sei dahingestellt. <br />Der Wahlkampf&nbsp; bei einer Volksabstimmung werde f&uuml;rchterlich, so Gei&szlig;ler. Wieso eigentlich?&nbsp; Einzig w&auml;re dann seine Schlichtung im Nachhinein nicht wirklich entscheidend&nbsp;gewesen. War der Kompromissvorschlag mit Durchgangsverkehr unter die Erde und </FONT>Regionalverkehr oben lassen nur ein Finte?&nbsp;<br /><span></span><br />Dennoch&nbsp;erscheint Gei&szlig;lers Variante vielleicht gar nicht so abwegig, weil sie so einfach klingt, ein bisschen f&uuml;r die, ein bisschen f&uuml;r die. Aber dann entstehen nicht so viele lukrative Immobilien, die verkauft werden k&ouml;nnen, war den diesbez&uuml;glichen Lobbyvertretern gleich klar. Das sei schon lange verworfen, erw&auml;hnten sie beil&auml;ufig. Die Gr&uuml;nen und die&nbsp;Gegner wollen es pr&uuml;fen, alle anderen waren zu keiner Reaktion in der Lage.&nbsp;&bdquo;Wir wollen dazu im Moment nicht Stellung nehmen&ldquo;. <br /><span></span>Der deutsche Verkehrsminister positionierte sich einen Tag sp&auml;ter schon explizit dagegen. Das sei schon in&nbsp; fr&uuml;herer Pr&uuml;fung verworfen worden. Basta-Politik. Ob das Bestand hat?&nbsp;&nbsp;<br /></FONT><br /><span></span>Ich halte&nbsp;Gei&szlig;lers Variante f&uuml;r nicht so ausgeschlossen. Mal sehen, ob es nicht wirklich&nbsp;so kommt. Wie im Lied von der Schw&auml;b&acute;sche Eisenbahne: Stugat, Ulm un Biberach, Meckebeure, Durlesbach. Das soll jetzt unter die Erde? <br />Gei&szlig;lers selbstdarstellerische Art ist &auml;u&szlig;erst gew&ouml;hnungsbed&uuml;rftig. Aber wenn&nbsp;sie n&uuml;tzen w&uuml;rde, nichts dagegen.&nbsp;Das Schlusswort war, dass die Politik jetzt das Wort habe und entscheiden m&uuml;sse.&nbsp;Das war nichts wirklich Neues. Au&szlig;er dass man Zeit verbracht hat, was bleibt? Vielleicht geht es auch um Zeitverzug. Erreicht wurde auf der Sachebene nichts&nbsp;&Uuml;berzeugendes.<br /><span></span><br /><span></span><STRONG>Weiterf&uuml;hrende Literatur:</STRONG> Mohr, G.: Wirtschaftskrise und neue Orientierung, Von Angst und Gier zu Substanz und Anerkennung, Berlin 2009.<br /></FONT>&nbsp;<br />&nbsp;<br />&nbsp;<br /><br /><span></span><br /><span></span></div>  ]]></content:encoded></item></channel></rss>

